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Jenseits von Wurst und Käse
Pressestimmen
"Das hat bei allem zeitgenössischen Zug im Kamin doch gleichzeitig Tiefgang ..." (Peter Rühmkorf)
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Klappentext
In diesem zweiten Lyrikband von Matthias Politycki kommen vor allem die Bademeister und Toilettenfrauen zu Wort, die Tankwarte und Kellnerinnen, die Männerbeauftragten, Whiskeytrinker und all die anderen Wurstbudenbesitzer auf verlornem Posten: ein Gedichtband als Photoalbum der kleinen Leute, eine Art literarischer Deix, aber ohne alle Pose, Ideologie und, vor allem, ohne jedes Pathos.Polityckis Gedichte sind Rollengedichte und zugleich viel mehr: All die Kirschkuchenesser im Café, die Pin-ups an der Kneipenwand, die Bockwurstbrater in der Imbißbude und natürlich auch all die Verliebten, Verletzten und Verträumten sind, oft konterkarierend, "in Form gebracht": Strenge Sonette stehen neben konkreter Poesie, die jahrhundertealte Form des japanischen Tankas neben einem starckdeutschen Abzählreim, freie Rhythmen neben romantischem Reimzauber -, die Tonlagen variieren vom derben Gepolter bis zum liedhaft Hingehauchten.
In 44 Momentaufnahmen des modernen Großstadtlebens kehrt das Gedicht zum Leser zurück; jenseits von poetischer Hermetik, aber auch von allen Klischees der trivialen Unterhaltungspoesie findet Politycki eine zeitgenössischen Ton - und das heißt nicht zuletzt: einen neuen Klang.






