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| Romangeflüster | |||||
| Ungefähr 718 Worte vorab (und 75 sehr vorab) | Eindrücke von der Leipziger Buchmesse | ||||
| Ungefähr 152 Worte nebenbei (und 50 Worte sehr nebenbei) | SIE haben entschieden: "MAIKE heisst von nun an MARIETTA" | ||||
| Marietta (in 38 Punkten) | Helden der Arbeit | ||||
| Gregor Schattschneider (in 16 Nummern) | Mariettas herrschaftliches Anwesen | ||||
| "Schöne Frauennamen, weniger schöne und unschöne" | Marietta" zu Gast bei bücher.macher in Leipzig | ||||
| Mariettas Salon | Es ist vollbracht! | ||||
| Das war's: Rückblick auf zwei Jahre "Novel in Progress" | |||||
Ungefähr 718 Worte vorab (und 75 sehr vorab) |
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| Einen Roman im Internet zu schreiben, das
war bis vor einigen Monaten so ziemlich das Letzte, das ich mir vorstellen konnte - ein
Widerspruch in sich -, und bevor sich ein gewisser Gerald Giesecke und damit
"Aspekte" mit ebenjener Idee bei mir meldete, wußte ich noch nicht mal, daß es
so was überhaupt gibt. Aber: So was gibt¢ s bekanntlich, bei "Aspekte" sogar schon zum dritten Mal, und
überrascht bin ich allenfalls noch darüber, daß ich seit einigen Tagen nicht etwa nur
einen ISDN-Anschluß habe (um die neu entstandenen Roman-Abschnitte immer gleich ans ZDF
zu mailen), sondern auch all die Hard- und Software, "die man dafür eben so
braucht", und --- daß er/sie/es den Anschein erweckt, als würde er/sie/es
funktionieren. Den Anschein, wohlgemerkt! Wenn man bedenkt, daß mit der Umstellung auf ISDN ja nicht nur ein Adapter, ein aufgerüsteter Arbeitsspeicher, eine neue Generation an Telephon- und Faxgeräten (weil an der alten beispielsweise eine "R-Taste" fehlt) angeschafft und, nicht zuletzt, ja auch "gelernt" werden muß, so ist der Aufwand für einen, der gewohnheitsmäßig mit grüner Tinte schreibt, schon beträchtlich. Warum tue ich das eigentlich? Meine Bemühungen um "Marietta" müssen also zunächst einmal darin bestehen, diesen Haufen an Papierschnipseln zu sichten und entsprechenden Handlungsabschnitten des Romans zuzuordnen. Das braucht Zeit. Und die dritte Schwierigkeit: liegt weder in der (schwer zu vermittelnden) notiztechnischen Vorgeschichte des Projekts noch in dessen (kreativitätsabträglicher) Direktumsetzung am Bildschirm, sondern in der Tatsache, daß ein Internet-Roman - zu Recht - aus mehr als Text, sprich: aus mehr als meiner bloßen Phantasie bestehen muß. Sondern auch, z.B., aus Bildern, bewegten wie unbewegten; und was läge da näher, als die weibliche Hauptfigur des Romans, Marietta, zu casten und "ins Netz zu stellen". Dies geschah. Gab es das eigentlich schon mal: daß ein Autor seiner Hauptfigur begegnet, ehe er eine Zeile des dazugehörigen Romans geschrieben hat? Ich frage nicht nach Situationen, in denen der Autor irgendjemanden auf irgendwelche Weise dermaßen inspirierend fand, daß er daraufhin, um diese Person (als Kristallisationspunkt seiner Phantasie) herum, einen Roman wachsen ließ. Nein, in meinem Fall hatte ich Figur (wie Romankonzept) ja bereits, zumindest in groben Zügen, und nun - durch die elffache Visualisierung derselben, habe ich, wenn ich ehrlich bin, viel mehr und auch viel weniger als zuvor: alles ist wieder offen. Was ja vielleicht kein ganz schlechter Auftakt ist für ein Projekt,
das von dieser Offenheit lebt. Und wenn¢ s dann doch zu offen für mich wird, d.h. wenn mir durch Ihre
Rückfragen, Anregungen, Beckmessereien nicht nur die Figur der Marietta, sondern auch der
ganze Rest ins Rutschen gerät, so daß ich mit meinem Roman auf der Strecke bleibe: dann
gäb¢ s ja immer noch Ihren
Marietta-Roman, der im Zusammenspiel aller "user" in einem Parallel-Forum gleichzeitig entstehen soll. Und
dann könnte ich ja, in guter alter "Weiberroman"-Manier, ein paar Kommas
streichen, ein paar Kommas dazusetzen und (vgl. "Weiberroman", S.381):
einverstanden? 01. 02. 03. 04. 05. 06. 07. 08. 09. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. Sie hat keine Geschwister; jeder ihrer Körperteile allerdings führt ein Eigenleben: Wenn "sie" aufgeregt ist, so sind es ihre Hände, ihre Arme, ihre Füße, ihre Unterschenkel, ihr Hals - jeder für sich. Und aufgeregt ist sie ziemlich oft. 27. Sie lebt in einem herrschaftlichen Anwesen aus der Erbmasse ihrer Mutter: in Feldafing am Starnberger See, und zwar genau auf dem Kamm des Höhenrückens, von dem aus man - bei Föhn - übern See und bis tief hinein in die Alpen sehen kann: was ihr ja aber egal ist. 28. Einen Beruf übt sie selbstverständlich nicht aus; stattdessen führt sie einen Salon zur , bei dem es keine Stammgäste, aber jede Menge Münchner Schickeria, Bedeutungsträger und Nichtbedeutungsträger gibt. Bilder von ihrem Vater hängen im Salon des Salons; sie zu bewundern und auf die Nähe zu Kokoschka hinzuweisen (bei dem der Vater gelernt hat), ist noch kein ausreichendes Kriterium, um auch im nächsten Monat wieder eingeladen zu werden. Aber es hilft. 29. Geboren ist sie 1968 [ LINK: Aber wann genau? Ist sie Skorpion, Waage, Jungfrau; Aszendent?] . 30. Nachdem sie das Abitur nachgeholt hatte, studierte sie in München Germanistik - jedenfalls so lange, bis sie ein Hauptseminar bei Eckart Beinhofer [ LINK: Ja genau, Ecki aus Lengerich, Ecki aus Wien, der so gerne Eckart gewesen wäre - vgl. "Weiberroman" [ LINK zweiten Grades: zum Rückblickforum "Weiberroman", wo das Exposé drin ist]] besuchte, der damals zwar noch kein Professor, aber bereits habilitiert war: Ein Knabe namens ??? [ LINK: Name von Mariettas Sohn? Italienisch oder deutsch?] wurde am ..... 1993 geboren; wenig später zog Eckart in seine frühere Münchner Stadtwohnung ("Erich-Kästner-Str.: eine Sackgasse, wie der Name schon sagt"), angeblich weil er bei dem ständigen Geschrei nicht zum Arbeiten komme. Nur selten taucht er bei Frau und Kind auf; mit Eifer widmet er sich der textkritischen Edition des Briefwechsels R. Gernhardt/K. Bühler. 31. Fast regelmäßiger Gast in Mariettas Salon ist hingegen Eckarts Assistent Leopold ("Poldi") Wegensteiner, den Eckart - und natürlich auch Gregor - noch von seiner Wiener Studentenzeit [ LINK: Der Wegensteiner Poldi war ja damals Gastgeber der Playmate-Seminare; vgl. "Weiberroman" her kennt. 32. Mariettas Feldafinger Haushalt führt Frau Ernestine N.N. ( Nachname?), "die Erni", deren Einfluß mindestens bis zur Erstellung der Gästeliste reicht. 9. Neinein, schön ist Marietta nicht; aber mit ihrem Charme wickelt sie jeden ziemlich schnell um den Finger, mit ihren Launen hält sie ihn dann in Atem, mit der Art, wie sie mit anderen vor seinen Augen flirtet, bringt sie ihn um den Verstand: eine Frau, die erst auf den zweiten Blick wirkt, dann aber diese furiose Energie ausstrahlt, die vielleicht nur halbitalienischen Frauen innewohnt, die sich in ihrem Leben alles leisten könnten (und es nicht tun) und, von außen betrachtet, vor allen Dingen eines sind: zu jeder Tages- und Nachtzeit für eine Überraschung gut. 34. Dabei ist ihr Chaos, von innen betrachtet, eigentlich sehr logisch strukturiert: Sie wurde - trotz bzw. wegen ihres Vaters - sehr konservativ erzogen; sie hat - aufgrund dieser Erziehung - einen wesentlich älteren Mann geheiratet, mit dem sie eigentlich nur eine Neugierigkeitsentgleisung verbindet und den sie sich wenigstens bemüht, "gern" zu haben; nichts fürchtet sie so sehr, wie als "Hausfrau und Mutter" zu enden, und ist vehement bestrebt, als femme fatale ihrem drohenden Werdegang entgegenzusteuern. 35. Als femme fatale - aber stets nur so lange, bis es Ernst werden könnte: Allen Männern den Kopf zu verdrehen, das ist im Grund ein sehr einsames Geschäft; denn tatsächliche Affären, bei denen man "alle" gegen gewisse, sehr konkrete Männer eintauschen müßte, will Marietta natürlich nicht: Schließlich konnte sie ihrem Vater derartige Affären nie verzeihen, ja, auf sie führt sie mittels simpler Schicksalskettenrechnung sogar den Tod ihrer Mutter zurück. Und außerdem, aber das weiß sie nicht einmal selbst, ist sie sexuell an Männern gar nicht interessiert (an Frauen aber noch viel weniger). 36. Im Salon behauptet man vor allem zweierlei über sie:
37. Habe ich etwa vergessen zu erwähnen, daß sie Sommersprossen hat, jedes Jahr schon ab Mai, daß sie viele Sommersprossen hat und daß man das durchaus als saisonale Bereicherung ihrer Gesamterscheinung ansehen könnte? 38. Für ihren Sohn, den 2 1/2jährigen N.N. [ LINK zu: s. Nr.30 - wie heißt der Kerl?], hat sie ein Au-pair-Mädchen, für die Küche
Frau Ernestine, für ihren Ehemann eine Stadtwohnung. Und für Gregor hat sie nur dasselbe
Lächeln übrig, das sie für alle hat und das mit Sicherheit nicht "müde" ist. Gregor Schattschneider (in 16 Nummern) 1. sieht vielleicht gar nicht so schlecht aus, wie er denkt, sicher
aber nicht so gut, wie manch einer vermutet. |
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| gibt¢ s im Moment und soll¢ s auch immer wieder mal geben, eben dann, wenn¢ s was zu sagen für mich gibt, das nicht der Text selbst ist. Zu
sagen, meinethalben, über die Schwierigkeiten, ihn ins Netz zu bringen - erst vor wenigen
Tagen hängte sich mein Mäc schon beim Anwählen der AOL-Nummer regelmäßig auf, so daß
ich, kaum online geschaltet, auch schon wieder offline war: was eine merkwürdige Unruhe
bewirkte, eine an Sicherheit grenzende Dauervermutung, daß gerade jetzt - ja, jetzt, im Moment! und nicht zum ersten Mal! - eine wichtige e-mail in meinem digitalen Briefkasten eintraf, deren Botschaft dann, wenn ich je wieder online sein würde, längst überholt wäre. Dabei lags bloß daran, daß mein TCPIP eben nicht TCPIP hieß, sondern MacTCP, was freilich nicht die Hotline (trotz eines 182 Einheiten-Gesprächs) herausbekam, sondern der Zufall. Alles über Zufälle und ähnliche Mißlichkeiten
gibts in Zukunft per Mausklick auf |
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