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2 02,a Und dazu hörte sie dann am liebsten Nirvana oder Savage Garden oder Scatman John oder gar die Beasty Boys ("Ich hör halt gern Schrott, du-Gregor-du"), und bekam dabei stets erschreckend gute Laune.
02,c Das war das Schönste an Alicja: daß sie immer irgendwann einschlief und man dann neben ihr liegen und sich vorstellen konnte, was man alles mit ihr bereden und wie man sie dabei ansehen und vielleicht auch mal übers Halsgrübchen streicheln und überhaupt! was man dann alles mit ihr machen konnte. Während man sie atmen hörte und, im Höchstfall, ihren Arm spürte, wie er schwerer und schwerer wurde auf dem eignen Nacken, bis man auch ihn weg von sich schieben mußte
Das war dermaßen befriedigend, daß man’s für ein paar Minuten ganz vergaß, wie sie in wenigen, in viel zu wenigen Stunden aufwachen würde, viel zu früh aufwachen würde und, weil sie’s im Gegensatz zu Gregor überhaupt nicht befriedigend empfand, einfach nur neben ihm zu liegen: und wie sie dann so lange Wecker spielen würde ("Klingel klingel"), bis … Gregor ihr auf die Nasenspitze drücken würde ("Du bist jetzt wieder aus, kapiert").
4 04,a Gregor lauschte in seinen Körper hinein, ob er die Vergänglichkeit irgendwo ticken hörte. - LEITMOTIV: seine Suche nach Wehwehchen
04,b Gregor: Alles irgendwie verdammt normal in meinem Leben (Aufzählung seines Standard-Tagesablaufs), alles viel zu normal, das muß anders werden. Aber wie?
04,c Und wenn sich’s dann doch mal nicht vermeiden ließ, daß er mit ihr black140.gif (860 Byte)black140.gif (860 Byte), dann ertappte er sich immer häufiger dabei, daß er ins Weltliche abdriftete: zu den neuesten Fußballergebnissen oder einem plötzlichen Hungergefühl oder dem Gedanken, daß wahrscheinlich gerade in diesem Moment! eine Politesse vor seinem Wagen stand und an ihrem Blöckchen mit den Strafzetteln rumnestelte. Oder, und das konnte ihn dann völlig von Alicja ablenken, er war in Gedanken mal wieder mit dem Nichtfunktionieren einer seiner "Geräte" beschäftigt - dem ständigen Papierstau im Drucker, dem rätselhaften Knöpfchenüberangebot des Autoradios, der partout nicht zu aktivierenden Rufumleitung des neuen Telephons … Wenn’s so weiterging, dann würde man spätestens mit fünfzig nur noch an die Dinge denken, also überhaupt nicht mehr an Frauen; und ob das wiederum so einhellig zu begrüßen war, bezweifelte Gregor dann doch: Nein, redete er sich ein, oh nein! ich denke jetzt mal an gar nichts außer an - Alicja.

Aber dann summte ihr Aquarium wieder so laut, daß …

7 07,f Gregor’s laufend eingestreute Fragen nach Was-sich-wohl-jetzt-alles-verändre-mit-vierzig.
Max, entnervt: Wenn du so weitermachst mit Vierzig-Werden, dann wirst du bald nicht mehr drumrum kommen, dir nen Stapel feuchtes Toilettenpapier anzuschaffen!
13 13,a Alicjas Kosenamen für Bruno: u.a. "Mausbiber"
Anm.: ein unsterblicher Teleporter aus der SF-Serie "Perry Rhodan", tauchte etwa ab Heft 80 auf samt Medaillon, das als beständiger Zellaktivator arbeitete und folglich unverschenkbar war. Sehr zu des Mausbibers Unwillen, wenigstens in einem einzigen, in einem speziellen Fall.

Lit.liste: D.Sch. über Mausbiber

17 17,b (Schluß) Als Gregor nach Hause fuhr, dachte er, daß es doch schön war, vor ein paar Monaten, als alles noch "so verdammt normal" in seinem Leben war, und ob er’s je schaffen würde, in diese schöne Normalität zurückzukommen. Wenigstens eine normale Affäre mit einer normalen, einer einigermaßen normalen Nebenfrau sollte ihm doch mal gelingen, wenn er’s schon nicht schaffte, ganz normal mit seiner Hauptfrau zusammenzuleben.

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